Rechtliches

Die Rechte von Menschen mit Behinderung sowie von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Bildungsbedarf werden in der Bundesverfassung (BV) sowie in mehreren Bundesgesetzen geregelt. In der Bundesverfassung wird in mehreren Artikeln auf das Recht von Menschen mit Behinderung Bezug genommen:

Bundesverfassung 

  • Rechtsgleichheit (Art. 8.2 und 8.4
  • Anspruch auf Grundschulunterricht (Art. 19
  • Schulwesen (Art. 62)
  • Berufsbildung (Art. 63)
  • Soziale Sicherheit: Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Art. 111.1) sowie Förderung der Eingliederung Invalider (Art. 112b.1). 

Nationale Gesetzgebung

In der nationalen Gesetzgebung werden Zuständigkeiten, Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsansprüche in zahlreichen Gesetzen geregelt. Für Menschen mit Behinderungen bilden die folgenden Gesetze (Auswahl) eine zentrale Rechtsgrundlage:

  • Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (BehiG).
  • Bundesgesetz über die Berufsbildung (BBG)
  • Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG)
  • Bundesgesetz über die Institutionen zur Förderung der Eingliederung von invaliden Personen (IFEG)
  • Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen (ELG)

Juristische Handreichung für Sonderpädagogik

Mit Inkrafttreten der NFA und der damit verbundenen  Kantonalisierung der Sonderpädagogik wurde ein Systemwechsel von der Logik einer bundesweit, medizinisch ausgerichteten Sozialversicherung in die Logik der kantonalen Bildungssystematik vollzogen. Das Bildungssystem übernimmt wichtige Teile des vorherigen IV-Bereichs. Um die komplexe Rechtssituation zu belechten, wurde durch das SZH im Auftrag der EDK  eine «Juristische Handreichung für die Sonderpädagogik» erarbeitet. Diese Publikation zeigt zuhanden der ausführenden Organe eine Bestandsaufnahme der massgebenden Rechtsgrundlagen sowie der bestehenden Rechtsprechung. Zudem werden in einem Glossar wichtige sonderpädagogische Begriffe erläutert.

 

Die Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik

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