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Marrakesch-Vertrag
Der Rat der Europäischen Union (Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten) hat mittlerweile die Umsetzung des Marrakesch-Vertrages in EU-Recht einstimmig beschlossen und formal verabschiedet. Eine europäische Richtlinie mit anhängiger Verordnung etabliert ab sofort den rechtlichen Rahmen, um Bücher und Zeitschriften ohne ausdrückliche Genehmigung des Rechteinhabers barrierefrei aufzubereiten und blinden, seh- und lesebehinderten Menschen zugänglich zu machen – ob in analoger oder digitaler Form, innerhalb eines Mitgliedsstaats oder über nationale Grenzen hinweg.  Die EU-Mitgliedsstaaten haben nun ein Jahr Zeit, die europäischen Bestimmungen in ihre nationalen Urheberrechtsgesetze zu überführen. Bevor die Bestimmungen umgesetzt werden können, muss die EU den Marrakesch-Vertrag, einen Vertrag der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), ratifizieren.
 
 
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