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Tetrasomie nicht auf die Geburtsgebrechenliste der IV
Die IV übernimmt die medizinische Behandlung bis zum 20. Altersjahr von Personen, wenn diese ein Geburtsgebrechen haben. Diese werden in der Verordnung abschliessend aufgelistet. Der Bundesrat beabsichtigt nicht, Tetrasomie 15q – eine Chromosomenanomalie – auf diese Geburtsgebrechenliste aufzunehmen, wie er in der Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Berberat ausführte. Er begründete dies damit, dass nur solche Geburtsgebrechen auf die Liste aufgenommen werden, bei denen der «Krankheitsverlauf mit einer anerkannten medizinischen Behandlung beeinflusst werden kann». Die IV übernehme aber die Behandlung gewisser typischer Symptome, wie z.B. Epilepsie und Autismus. Allerdings ist bereits heute mit Trisomie 21 ein Symptom auf der Geburtsgebrechenliste, welche das Kriterium der Behandelbarkeit nicht erfüllt. Der gesetzliche Rahmen der Geburtsgebrechenliste soll im Rahmen der IV-Weiterentwicklung angepasst werden.
 
 
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