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Bildungschancen in sozial heterogenen Schulklassen
Ergebnisse der SCALA-Studie zeigen, dass die Lehrpersonen durch ihre Haltung entscheidend zu Chancengerechtigkeit beitragen können. Erwartungen und Überzeugungen von Menschen sind immer durch Stereotype mitgeprägt. Menschen beurteilen das Verhalten von anderen Menschen so, dass es möglichst mit dem entsprechenden Stereotyp korrespondiert. Insbesondere im Unterricht können stereotype Annahmen zu Chancenungerechtigkeit führen. Erwartet eine Lehrperson beispielsweise tiefere Leistungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, äussert sich das in ihrem Verhalten (z.B. weniger förderliche Rückmeldungen). So werden solche Erwartungen selbsterfüllend (sog. Pygmalion-Effekt). Es besteht also die Gefahr, dass die Migrantenkinder versuchen, die tiefen Leistungserwartungen der Lehrperson zu erfüllen und schlechtere Leistungen zeigen, als dass sie ihrem Potenzial entsprechen.
 
 
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