Nachteilsausgleich

Der «Nachteilsausgleich» umfasst individuelle Massnahmen, welche dazu dienen, Benachteiligungen von Lernenden mit Behinderung zu vermeiden oder zu verringern. Es handelt sich um formelle Anpassungen der Lern- und Prüfungsbedingungen ohne Modifikation der Lern- bzw. Ausbildungsziele. Die Massnahmen für Nachteilsausgleich kommen auf allen Bildungsstufen, inklusive bei den entsprechenden Aufnahme- und Qualifikationsverfahren, zur Anwendung. 

Anrecht auf Nachteilsausgleich haben Personen, welche mit einer «Behinderung» im juristischen Sinne leben, d.h. gemäss Definition im Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) Art. 2. Abs. 1.

Der Bedarf an Nachteilsausgleich setzt das Attest einer fachkundigen Instanz voraus. Bei der Bestimmung der konkreten individuellen Massnahmen werden die jeweiligen Lernanforderungen und Lernziele berücksichtigt. 

Die Gewährung von Nachteilsausgleich setzt klar kommunizierte Regeln in Bezug auf die  Zuständigkeiten sowie Anforderungen an Abklärungsstellen und Gutachten voraus und sollte den geltenden Bestimmungen für Daten- und Persönlichkeitsschutz entsprechen.

Informationen zu Massnahmen des Nachteilsausgleichs nach Art der Beeinträch-tigung finden Sie in französischer Sprache unter Besoins éducatifs particuliers et intégration.

Für zusätzliche Informationen
Olga Meier-Popa: olga.meier(at)szh.ch