Newsletter i-ICT – 04/2018

(publiziert am 08.08.2018)

INTERNATIONAL

1.    Coherence in standardisation to support accessibility

The European Union delegation in collaboration with the European Disability Forum organised an event on the 12th June in New York that brought together different perspectives with regards to accessibility and standardisation. It was as a side event to the 11th session of the Conference of State Parties to the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities, which took place from the 13–14 June in the U.N. headquarters in New York.

http://edf-feph.org/newsroom/news/coherence-standardisation-support-accessibility

2.    Web Content Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG 2.1)

Seit dem 5. Juni 2018 ist die Version 2.1 der Web Content Accessibility Guidelines als W3C-Recommendation verfügbar. «WCAG 2.1 extends Web Content Accessibility Guidelines 2.0, which was published as a W3C Recommendation in December 2008. The content that conforms to WCAG 2.1 also conforms to WCAG 2.0. The WCAG intends that for policies requiring conformance to WCAG 2.0, WCAG 2.1 can provide an alternate means of conformance. The publication of WCAG 2.1 does not deprecate or supersede WCAG 2.0. While WCAG 2.0 remains a W3C Recommendation, the W3C advises the use of WCAG 2.1 to maximize future applicability of accessibility efforts. The W3C also encourages use of the most current version of WCAG when developing or updating Web accessibility policies.»

www.w3.org/TR/WCAG21

3.    EU-Bericht: Digital Education Policies

Der Bericht «Digital Education Policies in Europe and Beyond» bietet politischen Entscheidungsträgern im Bereich der digitalen Bildung Anhaltspunkte dafür, wie auf nationaler oder regionaler Ebene Massnahmen zur Förderung des Lernens im digitalen Zeitalter konzipiert und umgesetzt werden können.

https://ec.europa.eu/jrc/en/publication/eur-scientific-and-technical-research-reports/digital-education-policies-europe-and-beyond-key-design-principles-more-effective-policies

4.    Microsoft officialise sa manette adaptative Xbox pour les personnes en situation de handicap

Son design avait fuité il y a quelques jours, Microsoft l'a désormais officialisée : la "manette adaptative Xbox" sortira d'ici la fin d'année pour "lever les barrières auxquelles sont confrontés les joueurs en situation de handicap". La manette adaptative Xbox sera commercialisée au tarif de 89,99 € sur le Microsoft Store dans le courant de l’année 2018.
www.jeuxvideo.com/news/846428/microsoft-officialise-sa-manette-adaptative-xbox-pour-les-personnes-en-situation-de-handicap.htm

NATIONAL

5.    Bundesrat verstärkt seine Behindertenpolitik

In der Schweiz ist es noch nicht allen Menschen mit Behinderungen möglich, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Der Bundesrat will dies ändern. An seiner Sitzung vom 9. Mai 2018 hat er einen entsprechenden Bericht zur Stärkung der Behindertenpolitik verabschiedet. Priorität haben die Gleichstellung in der Arbeitswelt, die Förderung eines selbstbestimmten Lebens sowie die barrierefreie digitale Kommunikation. Zudem wird die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen verstärkt.

www.edi.admin.ch/edi/de/home/dokumentation/medienmitteilungen.html.msg-id-70710.html

6.    Bund verabschiedet Guideline für barrierefreie IT-Projekte

Das Informatiksteuerungsorgan des Bundes und die eCH-Fachgruppe HERMES haben die Guideline HERMES 5 freigegeben. Diese stellt sicher, dass die Zugänglichkeit in IT-Projekten erfolgreich umgesetzt wird. Damit IT-Anwendungen barrierefrei werden, müssen sie so gestaltet sein, dass sie für alle Menschen – unabhängig von ihren Fähigkeiten – zugänglich sind (Accessibility). Ein anderer zentraler Erfolgsfaktor in der Entwicklung neuer IT-Anwendungen ist das Nutzungserlebnis, die Erfahrung, welche Nutzer mit der Anwendung machen (User Experience). Damit können die Bedürfnisse der Benutzerinnen und Benutzer in Bezug auf Bedienung und Einfachheit berücksichtigt werden. Die Guideline zeigt, wie Accessibility und User Experience in IT-Projekte integriert werden können und unterstützt die Projektbeteiligten in ihren Rollen.

www.isb.admin.ch/isb/de/home/themen/projektmanagement/hermes/ergaenzungen.html#-193142535

7.    EDK verabschiedet nationale Digitalisierungsstrategie für das Bildungswesen

Die Kantone beschäftigen sich seit Langem und intensiv mit dem stetig fortschreitenden Wandel durch Digitalisierung im Bildungswesen, sei das im Bereich der digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, der technischen Ausstattung und Infrastruktur, der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen, der Förderung digitaler, adaptiver Unterrichtsmittel und Lernumgebungen oder der pädagogisch-didaktischen Nutzung der neuen Technologien. Ein wichtiger Punkt ist die Barrierefreiheit (Zugänglichkeit für alle) der Lehr- und Lernmittel sowie die Gestaltung individuell angepasster Lehr- und Lernprozesse.
www.edk.ch/dyn/31425.php

8.    Digitale Technologien in der Schule (Positionspapier)

Der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer LCH hält in einem Positionspapier Fragen und Herausforderungen im Kontext der Digitalisierung fest. Die Schule hat die Aufgabe, die Lernenden auf aktuelle und zukünftige Lebens- und Arbeitswelten mit digitalen Technologien vorzubereiten. Lehrpersonen benötigen dazu ausreichende Aus- und fortlaufende Weiterbildung, zeitgemässe Infrastrukturen, Lehr- und Lernmaterialien sowie Support, um digitale Technologien pädagogisch vorteilhaft in die Unterrichtsgestaltung einzubinden. Die Lehrpersonen steuern und gestalten als Fachleute die Lehr- und Lernprozesse, wobei digitale Technologien als Hilfsmittel oder zur Methodenerweiterung dienen. Im Zentrum steht die Qualität der Lehr- und Lernprozesse. Eine starke öffentliche Bildung mit digitalen Technologien braucht ausreichende Ressourcen, Anpassungen, Koordination und Führung auf allen Ebenen.
www.lch.ch

9.    Applikationsprofil LOM-CH

Das Applikationsprofil LOM-CH ist der von educa.ch koordinierte und empfohlene Metadatenstandard zur Beschreibung von elektronischen Lehr- und Lernressourcen (eLLR). Es basiert auf dem internationalen Standard LOM (Learning Object Metadata), trägt jedoch auch den spezifischen Bedürfnissen der Schweizer Bildungslandschaft Rechnung. Insbesondere ermöglicht LOM-CH die Verknüpfung von Ressourcenbeschreibungen mit sprachregionalen und stufenspezifischen Lehrplänen. Das Applikationsprofil LOM-CH wird von einer Expertengruppe gepflegt und weiterentwickelt.

www.educa.ch/de/online-zugang/lom-ch

10. Mehr Social Robots im Gesundheitswesen

Die Robotertechnologie für pflegebedürftige Personen zu Hause und im klinischen Alltag nimmt stark zu. Laufende Entwicklungen leisten immer bessere Unterstützung im Gesundheitsalltag und tragen auch zur Entlastung von Gesundheitsfachpersonen bei. Welchen Nutzen verschiedene Systeme bringen, wurde in einem Scoping Review von Abdi et al. (2018) aus verfügbaren Studien genauer analysiert und im Journal Club der Kalaidos FH Gesundheit diskutiert.

https://blog.careum.ch/roboter-in-der-pflege

11. Wechsel in der Geschäftsführung der Stiftung «Zugang für alle»: Sylvia Winkelmann-Ackermann übernimmt die Nachfolge von Bernhard Heinser

Während eines Vierteljahrhunderts hat sich Bernhard Heinser unermüdlich, überzeugt und überzeugend für die Barrierefreiheit elektronischer Informations- und Wissensvermittlung national und international eingesetzt. Seine Vision für eine inklusive Gesellschaft verfolgte er insbesondere im Bereich globaler Standardisierung (DAISY, EPUB). Er war Mitbegründer des DAISY Consortiums (1996), des Konsortiums Schweizer Blindenmedieninstitutionen (1998) und der Stiftung «Zugang für alle» (2000). Er leitete die Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte (1994 bis 2008), wirkte als Senior Manager des DAISY Consortiums (2008 bis 2016) sowie in den letzten Jahren als Geschäftsführer von «Zugang für alle», dessen Stiftungsrat er zwischen 2000 und 2014 angehörte. Nun hat er sich entschieden, in den Ruhestand zu treten. Zur Nachfolgerin von Bernhard Heinser hat der Stiftungsrat Frau Sylvia Winkelmann-Ackermann bestimmt. Ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin nimmt sie am 1. August 2018 auf. Frau Winkelmann ist studierte Betriebswirtschafterin und hat sich in eLearning und Wissensmanagement (MAS) sowie in Research in Social Studies (CAS) weitergebildet. In ihrer beruflichen Laufbahn hatte sie verschiedene Führungspositionen inne und verfügt über vielfältige Erfahrungen und Wissen auf dem Gebiet von Non-Profit-Organisationen, der öffentlichen Verwaltung sowie im Dienstleistungsbereich.

https://access-for-all.ch

KANTONAL-REGIONAL

12. Kanton Thurgau führt ein digitales Lernmedium für die Heimatkunde ein

Die Lernplattform "Thurgau du Heimat" verknüpft inhaltliches und medienpädagogisches Lernen für die Schülerinnen und Schüler der Volksschule. Die Inhalte der Lerneinheiten werden auf der Grundlage der im Lehrplan Volksschule Thurgau beschriebenen Kompetenzen definiert und stehen in einem möglichst engen Bezug zum Kanton Thurgau. Die Webplattform mit allen insgesamt 28 Lerneinheiten steht ab April 2018 zur Verfügung. Im Auftrag des Amtes für Volksschule und der BLDZ (Büromaterial-, Lehrmittel- und Drucksachenzentrale) wurde das Grobkonzept des digitalen Lernmediums von der Firma eduteam GmbH pädagogik & ict in Zusammenarbeit mit einem Fachteam aus erfahrenen Thurgauer Lehrpersonen sowie Dozentinnen und Dozenten der Pädagogischen Hochschule Thurgau erarbeitet.

https://thurgau-du-heimat.tg.ch/konzept.html/8948

RESSOURCEN

AGENDA


04.09.2018
CH-Zürich
Sonderpädagogik in der digitalisierten Lernwelt (Nationale Tagung Netzwerk Forschung Sonderpädagogik)
www.szh.ch/netzwerke/netzwerk-forschung-sonderpaedagogik/tagung-2018

05.09.2018
CH-Zürich
Entwickler- und Tester-Schulung

www.access-for-all.ch/ch/schulung/kurse-und-seminare/entwickler-und-tester-schulung.html

10.09.2018
CH-Zürich
Medienkompetenzen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
www.bildungsangebote.curaviva.ch/de/50_kurse/default.htm?igrpid=1&detailid=106322

08.11.2018
CH-Bern
Fachtagung ICT und Bildung
www.educa.ch/de/veranstaltungen