Forum Inclusion

12. Schweizer Forum für inklusive Bildung

Wirksame Lehrtätigkeit durch fachliche Zusammenarbeit

In den letzten Jahrzehnten sind an Schulen viele neue Funktionen und Rollen entstanden. Sie sollen den Bedarfen von Lernenden besser gerecht werden. Trotzdem sind Lehrpersonen weiterhin stark belastet. Enge Zusammenarbeit oder Co-Teaching kann dabei helfen. Das braucht aber Zeit. Die zentrale Frage lautet: Wie kann man die Arbeit an Schulen so organisieren, dass nicht immer mehr verschiedene Personen mit einer Klasse arbeiten, die Lehrpersonen aber trotzdem gemeinsam pädagogische Konzepte entwickeln können, die zur ganzen, vielfältigen Klasse passen?  

Programm

14:00 Begrüssung und Einführung (f)
  Laura Rusconi und Marco Allenbach
14:15 Co-Teaching an der Regelschule: Inklusive Praktiken im Deutsch- und Mathematikunterricht der Sekundarstufe I (f)
  Danika Mondada und Claudio Della Santa
  Der Beitrag stellt die Ergebnisse eines zweijährigen Pilotprojekts zum Co-Teaching in den Fächern Deutsch und Mathematik in den beiden letzten Jahren der Sekundarstufe I vor. Sie zeigen, dass der Ansatz das Potenzial hat, die üblichen Fördermassnahmen zu stärken und inklusive Unterrichtspraktiken zu begünstigen, da seltener auf separative, spezialisierte Massnahmen zurückgegriffen werden muss. Beschrieben werden der Ansatz, seine Vorteile und Grenzen sowie die noch offenen Fragen.
14:45 kurze Pause
14:55  Co-Intervention steuern: zusammenarbeiten wollen, können und dürfen, die Sicht einer Schulleitung (f)
  Céline Chatenoud
  Der Beitrag untersucht aus der Sicht einer Schulleitung (fünf Schulen), welche kollektiven Kompetenzen entwickelt werden müssen, um Lehrpersonen und die verschiedenen Fachpersonen bei der Umsetzung der Co-Intervention zu begleiten. Er stützt sich auf Interviews und Beobachtungen aus einem zweijährigen Aktionsforschungsprojekt zum Thema schulische Übergänge. Die Analyse greift auf die Trias Wollen–Können–Dürfen der Kooperationskompetenz zurück. Auf dieser Grundlage lassen sich die Hebel benennen, die aus der Co-Intervention eine sinnstiftende interprofessionelle Zusammenarbeit machen.
15:20 kurze Pause
15:30 Von der gemeinsamen Anwesenheit zur geteilten Verantwortung: Co-Teaching in inklusiven Klassen des Kantons Tessin (f)
  Roberta Zariatti Coppes
  Der Beitrag analysiert Co-Teaching anhand eines thematischen Vergleichs von sechs Forschungsarbeiten, die Masterstudierende zwischen 2023 und 2026 verfasst haben. Die Analyse zeigt vier miteinander verknüpfte Dimensionen auf: eine organisatorische, eine professionelle, eine persönliche und eine pädagogisch-didaktische. Auf dieser Grundlage wird untersucht, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit aus blosser gemeinsamer Anwesenheit eine echte Zusammenarbeit und eine geteilte pädagogische Verantwortung entstehen.
15:55 kurze Pause
16:05 Runder Tisch (f)
16:55 Schlusswort (f)
17:00 Ende

Praktische Informationen

Datum Mittwoch, 02. Dezember 2026
Modalität Online, Zoom. Es wird keine Aufzeichnung geben, aber die PowerPoint Präsentationen werden nach der Veranstaltung auf der Webseite erscheinen.
Zeit 14.00 – 17.00 Uhr
Sprache Französisch mit Simultanübersetzung in Deutsch
Kosten Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung Unter diesem Link anmelden: LimeSurvey

Anmeldung Newsletter

Mit dem Newsletter der Edition SZH/CSPS bleiben Sie über alle Neuerscheinungen unseres Verlages informiert → Anmeldung

Wenn Sie unseren Newsletter nicht erhalten, überprüfen Sie bitte den Spamordner und fügen Sie die E-Mail-Adresse vom SZH der Liste der vertrauenswürdigen Absender hinzu. Hier gibt es eine Anleitung.